Uwe Dick - Headline

»Wer Sprache nicht will,
der blöke als Stimmvieh sein Heil.«

Uwe Dick Neuigkeiten
Aus dem Notizbuch von Uwe Dick
Interviews mit Uwe Dick
Zu Uwe Dick
Aus einem Interview mit Uwe Dick
Stimmen zu Uwe Dick
Programme von und mit Uwe Dick
Editionen Uwe Dicks in der ASKU-PRESSE
Editionen Uwe Dicks im Residenz Verlag
Tondokumente Uwe Dicks aus der Edition Rotkehlchen
In wenigen Restexemplaren lieferbare Titel

Die Sonderausgabe »Uwe Dick« unseres Mitteilungsblattes »Na bitte!« können Sie hier in digitaler Form downloaden (PDF).

 

 

Neuigkeiten

»Der ÖD« jetzt als bebilderte Hörprobe auf www.der-oed.de.

 

 

Aus dem Notizbuch von Uwe Dick

»Seien Sie anspruchsvoll!« Süddeutsche Zeitung

 

Interviews mit Uwe Dick

Das Interview »Wider die Tyrannei literarischer Moden«
erschienen in Salzburger Nachrichten 12.04.2008

Das Interview »Optimierung des Denkens durch Witz«
erschienen in VOLLTEXT Nr. 5/2004

Das Interview »Biographie statt Karriere«
erschienen in SALZ Heft 111/28.03.2003

Das Interview »Eine WALDKABBALA wider das Finito«
erschienen in »Na bitte! – Sonderausgabe Uwe Dick« Frühjahr 2001

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Zu Uwe Dick

Uwe Dick steht für Denklust und sprachliche Schnellkraft. Viele seiner Wortschöpfungen – ob »Konsumwichtl«, »Synthetikbimbo« oder »Keandlbuddhist« – sind bereits Allgemeingut; der Mundfunk verbreitet seine Quintessenzen. Auch diese: »A Quintessenz is a Essenz, de ma quint, wemma lang gnua nochdenkt.« Oder: »Verklemmte lachen nicht. Sie licheln. Wenns hoch kommt, schaffen sie ein Löcheln.«

Dem Bürgerrechtler »Im Namen des Baumes/ und seines eingeborenen Sohnes,/ des Buntspechts« ist Poesie eine Lebensweise, nicht aber, wie für so manche, ein schöngeistiges Alibi im Produktionskrieg wider die Natur. Nein, sie ist »Nervenkunst, Unberechenbarkeit, Revolte gegen Todesindustrie, Amokwirtschaft, Regierungskriminalität, duckdeutsches Ja-und-Amen«.

Die Wortkonzentrate des »Sozial-Brachylogen« verstehen die meisten gut, aber oft nicht gern. Der Beziehungs- und Anspielungsreichtum seiner Notate, ihre dialektische Vernetzung (Schrift-Fallen-Stellerei), die Wechsel von affekthaltigen und bildhaften Figuren, überraschende Bewegungskurven durch Spruch und Widerspruch, »Vokabelargwohn anzuregen«, suchen den hellwachen Hörer und konzentrierten Leser. Die aber sind rar im allmächtigen Unterhaltungsfaschismus, der auf Zerstörung (von Bedenken) abzielt, auf kollektive Amnesie, Volksverblödung; die »Romanufaktur von Kiloware« nicht ausgenommen: »Legos statt Logos«, gedruckte Konversation pp.

Während die literarischen Türhüter Uwe Dicks Bücher jahrzehntelang unterschlugen, gewannen seine Rezitals ein beträchtliches Publikum. Aber unbeirrbar – auch im Erfolg – drängt er aufs »verläßliche Wort«, dem die Tat entspricht: Biographie statt Karriere. Solche Authentizität schafft soziale Bindungen, »kann herausführen aus der sogenannten »Identitätskrise«, jener vielbequatschten Ausrede für jedermann, vom saturierten Doppelkinnhead obenauf … bis zum uniformierten Mob im staatlichen Ehrenschmutz.«

»Ich bin Monarchist. Es lebe der Zaunkönig!« Dieses Nein mit Witz und Galle weiß, daß es weder mehrheitsfähig, noch lukrativ ist. Doch welche poetische Qualität ihm zuwächst, das zeigen alle Komprimate und zahlreiche Tondokumente.

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Aus einem Interview mit Uwe Dick

»Herr Dick, warum erfährt man so wenig von Ihnen im deutschen Feuilleton?«

UD: Weil die Eminenzen dort zwar (manchmal) ein flottes Journalistisch synkopern, aber nicht lesen können. – Gezeichnete der Angestelltenkultur, bevorzugt germanistische Bildungseunuchen, beweisen die Kafka’schen Türhüter (Legitimieren Sie sich! Empfehlungen? Verlag?), daß Jean Paul aktuell ist: »Nur der Freie liebt Freie.« Oder: »Je abhängiger der Kopf, desto abhängiger von der Zeitung.« Kurz, so einen poetischen Freibeuter wie UD müssen die Aufpasser vom bürgerlichen Ordnungsamt hassen, zumal dann, wenn ihr Ignorabimus den Zulauf von Hörern (späteren Lesern) nicht verhindern konnte. – Einige dieser Übermanschgerl (sie schreiben nie »etwas«, immer nur »über«, die Unterlinge des Zeitgeistes) fuchst das Dick’sche »Glatt widerlebt« so heftig, daß sie ihre gestörte Befindlichkeit sogar mit Zitatfälschungen und übler Nachrede vermanschen neuerthings.

Aber recht geschieht ihm, diesem Frechling, der, ohne um Erlaubnis zu bitten, über Zeiten und Weiten und über schnarchende oder schwatzende Pförtner hinweg mit Rustaweli, Wolkenstein, Beer, Mauthner, Samjatin, Zwetajewa und Tiziade spricht, unbekümmert, ob nun seine Dialogpartner – Pound, Mandelstam, Stelzhamer, Vacietis, Jeffers, Sewak (…) gerade in sind oder nicht. Und »über«haupt, he!, seine Radikalität (oft rabiater als Günther Anders – und lange bevor es die Grünen gab), seine Lebensweise, seine widerliche Lust, die Tarnungen des Faschismus (in Wirtschaft, Regierungen, Jargon, Handlungsweisen von Biedermännern und -frauen) aufzudecken, naja, und nicht vergessen, seine (für Anämiker) schockierende Freiheit, sowohl volksnah als auch artifiziell innovativ zu schreiben, Karl Valentin und Paul Valery, Canetti und Heinz Erhardt, Ernst Mach und Giacometti zusammenzudenken, Horaz und – wer isser denn, hää!? – sich selbst: »Ein kleines Feld « DIN A4 – und Stolz genug, des Pöbels Schmäh zu spotten.« Und nicht ein Satz zu Deutschlands neuer Größe, pfff! Stattdessen die Zumutung, mehrere Partituren vernetzt und als work in progress zu beobachten, pfff! Prismatische Worte?, Lautspannung, Vielstimmigkeit, integrale (Klang- und Bild-)Motive, Allusionen, »höchstmögliche Aufladung an Sinn«? Pfff! »Sprache statt Schreibe«, pfff! Gibts doch nich’, darf doch nicht wahr sein! Müßte man ja lesen (… können, wollen) pfff! Hör: Pfffuilleton.

Aus SANDERs LeseMagazin Nr. 1

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Stimmen zu Uwe Dick

Uwe Dick schuf das Bio-Drama eines Amok denkenden Monsters, Der ÖD (1975), den grandiosesten Text der neuen bairischen Literatur. (Günther Lutz)
Das fulminante Wirtshaus-Solo, wechselfiebrige Anfälle von Weisheit, Torheit und Faschismus, ist so treffend, daß es der Bayerische Rundfunk trotz Kritiker-Superlative (auch aus eigenem Hause) bis heute nicht zu senden wagt. – »Liberalitas Bapfarriae« UD
Ähnlich unannehmbar: Der Jäger vom Knall (1986), Hundsoktaven zu einer Sexualpathologie zwergdeutscher Flintenmänner. Gelobt, mit Preisen bedacht, aber nie gesendet. Warum? – »Zu viele von der Sippe Honecker, Ceaucescu (…) im Aufsichtsrat.« UD

»… neben den zahlreichen Wortneuschöpfungen, die Uwe Dick als wahren Meister der Sprache ausweisen, tragen auch die Jagdlied-Zitate zur Wirkung des Stücks bei, vom schauspielerisch glänzenden Vortrag des Künstlers gesteigert …« Westfälische Rundschau

Dichte und Vielgestaltigkeit kennzeichnen sein Sprachwerk, das der moralischen Phantasie eines Günther Anders und der Bildkraft eines Robinson Jeffers näher steht als der (wieder mal:) Neuen Innerlichkeit. – »Genauer: Neue Weinerlichkeit. Wohlstandsgejapse mit theologischem Oberton.« UD

»Ismen und Schismen verhöhnt er. Seine Neinsagekraft ist umwerfende Denklust, Verlockung der Phantasie. Auch zum Widerstand gegen eine totalitäre, faschistoide Wirtschaft. Nicht erst in Wackersdorf artikulierte sich manches Nein mit Sätzen von Uwe Dick. Schon vor mehr als zwanzig Jahren, als es noch keine Grünen gab, drängte seine Stimme auf kollektiven Einspruch, … gegen die Diktatur der Deppokraten.« Südwestfunk

»… hier ein Buchstabe mehr, da ein Buchstabe weniger – kleine Änderung, große Wirkung. Wieder eine Lesung der Extraklasse.« Westfalenpost

»Ein Radikaler im öffentlichen Dienst«, behauptet sich UD, »der wahrscheinlich einzige echte Nachfahre von Arno Schmidt«, ORF, lustvoll und mit ansteckendem Vokabelargwohn »… gegen eine medial verseuchte, korrupte und genormte Gesellschaft. Die oft verschleierten, aber allgegenwärtigen Faschismen im Denken und in der Sprache aufzeigend, verschont UD das Publikum nicht, das sich im Einverständnis mit ihm wähnt.« Neues Handbuch der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1945

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Programme von und mit Uwe Dick

Das niemals vertagte Leben
Gedichte aus 40 Jahren – Die »Salzburger Anthologie«
(Podium) Dauer: 80 Minuten. Pause möglich.

Theriak – Dreizehn Fügungen
Mit Satz-Programm und Postmaterialien.
(Bühne oder Podium) Dauer: 70 Minuten. Keine Pause.

Tag und Tod – Eine Reise in Gedichten
(Bühne oder Podium) Dauer: 55 Minuten. Keine Pause.

Land-, See- und Luftschaften für Saxophon und Solosprecher
Musik: Klaus Obermayer – Altsaxophon: Michael Lentz.
(Bühne oder Podium) Dauer: 70 Minuten. Keine Pause.

Der Tod der Königin – Ein venezianischer Abend
Gedichte aus 20 Jahren – dazu Musik von Domenico Gabrielli, Giovanni Bassano, Aurelio Vergiliano und Frank Corcoran.
Viola da Gamba und Cello: Michael Steinkühler.
(Bühne oder Podium) Dauer: 75 Minuten. Keine Pause.

Im Namen des Baumes / und seines eingeborenen Sohnes / des Buntspechts
Oder: »Ich sing Euch nicht das Lob der Herrenrasse!«
Eine ökologische Cantate (Prosa und Gedichte).
(Bühne oder Podium) Dauer: 80 Minuten. Pause möglich.

König TauwimMangaseja – Zwei Märchen
(Bühne oder Podium) Dauer: 2 mal 35 Minuten. Pause.

Durch viele Wände kommt man nur mit dem Kopf
Von der Last zur Lust des Denkens.
(Bühne oder Podium) Dauer: 70 Minuten. Pause möglich.

Der Jäger vom Knall
Hundsoktaven zu einer Sexualpathologie zwergdeutscher Flintenmänner. Prosa.
(Bühne oder Podium) Dauer: 75 Minuten. Keine Pause.

Monolog eines Radfahrers
Überlebensprosa – Szenische Lesung.
(Bühne oder Podium) Dauer: 75 Minuten. Keine Pause.

Pochwasser – Eine Biographie ohne Ich
Satzprogramm und ausgewählte Passagen.
(Bühne oder Podium) Dauer: 2 mal 40 Minuten. Pause.

Der Öd – Das Bio-Drama eines Amok denkenden Monsters
Wechselfiebrige Anfälle von Weisheit, Torheit und Faschismus.
Eine volkskundliche Studie.
Indoeurobairisches Einmanntheater (Bühne mit Tür, zwei oder drei Tischen und Bestuhlung). Dauer: 90 Minuten. Keine Pause.

Hilfäää Luuuft! – Cantus Firmus für Solisten mit Pferdefuß
Ein panakustisches Optikum u.a. für Hundskopfstimme, Reporterin, Lachmöwe, Saxophon, Kontrabaß, Religion und Weißes Rauschen.
(Bühne oder Podium) Dauer: 2 mal 45 Minuten. Pause.

Die Salzigkeit der Wogen und der Sterne
Wortkristalle, schockweise Diatriben, zum dritten: Klingender Granit
Auch Salz für Fagott von und mit Alexandr Alexandrov.
(Bühne oder Podium) Dauer: 70 Minuten. Keine Pause.

Wer einen Dachschaden hat … der ist freilich offen fürs Höhere
77 Gottesafforismen zur Toleranzprobe nach einer kirchenamtlichen Religionsstörung – Ein Duo-Abend mit Werner Hofmeister (Percussion).
(Bühne oder Podium) Dia-Projektor und großes Schaufeld (weiß) Dauer: 80 Minuten. Keine Pause.

Im Böhmischen Meer
Des Alias wundersame Fährnisse zwischen Unholding und Siebenhasen

Eule, Narr und Schneespecht
oder: Was man liebt, in das wird man verwandelt

Heimat – In Absurdistan?
Ein Madrigal

Silentium für gemischte Stimmen
Priamel – Pressando – Credo

Tiere sind immer authentisch. Menschen?
oder: Wider die Herrschaftsrhetorik des Intelligenzpöbels

Marslanzen
oder: Vasallen recht sein muß

Jedes Zweifellos ist eine Niete
oder: Jeder ist seines Glückes Hufeisen am eigenen Kopf
Ein ökologisches Sprachfest

Auskünfte über Rezitals (auch mit russischer Lyrik sowie mit Werken von Robinson Jeffers, Ezra Pound, T.S. Eliot, E.G. Seeliger u.a.) erhalten Sie bei ASKU-BOOKS.

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In der ASKU-PRESSE sind folgende Editionen erschienen und noch lieferbar:

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Im Residenz Verlag sind folgende Editionen erschienen und noch lieferbar:

  • Sauwaldprosa
  • Des Blickes Tagnacht
    Gedichte 1969–2001
    Mit einem Essay von Gerald Stieg
    Ein HörBuch (Buch + CD)
  • Spott bewahre!
    Und darum diese Abblitzer Bannflüche Einwortromane Foppformeln Lockrufe Neinwürfe Phrasenkiller Prellwitztriller Quarimben Stirnstößel Taximen und Zilunden

Hier können Sie alle Bücher schnell und einfach bestellen.

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Aus dem Repertoire des Sprachmusikers Uwe Dick sind in der Edition Rotkehlchen folgende Tondokumente erschienen und noch lieferbar:

  • Der Jäger vom Knall
    Hundsoktaven zur einer Sexualpathologie zwergdeutscher Flintenmänner
    MC
  • Der Öd
    Das Biodrama eines Amok denkenden Monsters
    Wechselfiebrige Anfälle von Weisheit, Torheit und Faschismus
    MC
  • Odyssee mit Cello und Trompete
    Ein Canto für Ezra Pound
    Musik: Frank Corcoran
    Violoncello: Michael Steinkühler
    Trompete: Scott Stuer
    MC
  • Land-, See- und Luftschaften
    Für Saxophon und Solosprecher
    Musik: Klaus Obermayer
    Saxophon: Michael Lentz
    CD

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Von folgenden, im Buchhandel seit langem vergriffenen Titeln sind noch wenige Restexemplare lieferbar:

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Letzte Aktualisierung: 04.02.2016